Denkmalprojekt - Homepage der Grund- und Mittelschule Augsburg-Centerville-Süd

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Denkmalprojekt

PROJEKTE





Die Initiative „Drittklässler und Denkmale“ hat zum Ziel, dass die in der Denkmalpflege tätigen Personen gemeinsam mit Lehrern und Schülern ein Projekt erarbeiten. Die Arbeitsweise umfasst folgende Grund-Komponenten:


  • Den Schülern wird ein Denkmal aus dem Einzugsbereich der Schule vorgestellt.

  • Die Schüler werden über den Denkmalschutz im allgemeinen und über die Denkmale im Nahbereich informiert.

  • Eine mit dem praktischen Erhalt eines Denkmals beschäftigte Person berichtet über ihren Beruf.

  • Die Lehrer überlegen mit den Schülern, was diese zum praktischen Erhalt eines Denkmals tun können.

  • Am Internationalen Tag des Denkmals (jährlich der 18. September) werden  die erarbeiteten Materialien der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Idee zu diesem Projekt stammt von dem Architekten Wolfgang Weise, der den Verband der Deutschen Architekten- und Ingenieur- Vereine (DAI) im Nationalkomitee für Denkmalschutz vertritt und wurde in Kooperation mit den Bayerischen Staatsministerien für Wissenschaft und Kunst sowie für Unterricht und Kultus weiterentwickelt und gestartet.


Als neue Schule im alten amerikanischen Stadtviertel ist die Integration in die „alten“ Stadtviertel Pfersee und Kriegshaber und die Auseinandersetzung mit deren kulturellem Bestand der Schulleitung und dem Team der GS/MS Centerville-Süd besonders wichtig. Das komplexe Lernfeld „Denkmal“ hält Angebote zur Auseinandersetzung mit seltenen und wertvollen Zeugnissen der Baukultur bereit. Als Denkmaldetektive identifizieren sich Schüler mit den Stadtteilen und ihren Gebäuden und entwickeln eigene Aktivitäten zu Wahrnehmung, Wertschätzung und Erhalt derselben.


Die GS Augsburg Centerville-Süd arbeitete direkt mit dem Architekten Wolfgang Weise zusammen und wählte für ihr Schulprojekt in der 3. Jahrgangsstufe unter Leitung der Lehrerin Elisabeth Schwarz die Kirche St. Thaddäus im benachbarten Stadtteil Augsburg-Kriegshaber aus. Das Projekt „Denk mal! Die Geheimnisse von St. Thaddäus – Drittklässler erklären einem Stadtteil sein Gotteshaus“ startete im Schuljahr 2006/2007 und wurde im Schuljahr 2007/2008 mit einer Festveranstaltung in der Kirche St. Thaddäus der Öffentlichkeit vorgestellt.


Auf die Einbindung der Elternschaft in das Schulleben wird an der GS Centerville-Süd besonderer Wert gelegt. Im Denkmal-Projekt beteiligten sich Eltern im Unterricht, bei der Kirchenführung, als Fotografen und Video-Filmer. Sie teilten das Interesse ihrer Kinder und deren Stolz auf das Geleistete und trugen dazu bei, dass das Projekt in Erinnerung bleiben kann. Die Schüler präsentierten die Ergebnisse der Projektarbeit in anspruchsvoller Form: Sie schrieben einen Kirchenführer, der in professioneller Form hergestellt und gedruckt wurde. Er wurde sowohl der Pfarrgemeinde als auch der Schule zur Verfügung gestellt. Die Klassen der Centerville-Schule (auch der MS) verwenden den Kirchenführer im Religionsunterricht.


Auszüge aus dem Kirchenführer
(zum Vergrößern anklicken)

 
 

In einem weiteren Projektabschnitt gestalteten die Schüler die hoch in die Apsis gesetzten und für die sitzenden Besucher nicht sichtbaren Kirchenfenster von Prof. Bernhard nach. Damit wurden die Kunstwerke wieder in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Stadtpfarrer Groll schlug dem Kulturausschuss der Diözese den Ankauf der Schülerarbeiten vor. Nach der Genehmigung können die Nachgestaltungen nun permanent in der Kirche bleiben. Sie schmücken jetzt die Kirche und zeugen von der Leistung der jungen Künstler.


Für die Festveranstaltung bereiteten die Schüler als Höhepunkt eine Kirchenführung vor. Dafür erhielten sie und ihre Lehrkräfte ein öffentliches Feedback, das außerordentlich positiv war und die Qualität der Ergebnisse auch außerhalb der Schule würdigte.
Die Augsburger Allgemeine berichtete mehrmals
(Artikel zum Vergrößern bitte anklicken):

Interesse, Offenheit, Akzeptanz und Dialog stehen im Mittelpunkt wertebasierter kultureller Bildung, die die GS/MS Centerville-Süd ihren Schülern vermitteln möchte. Die Auseinandersetzung mit Kunst und Tradition im heimatlichen Raum hat den interkulturellen Dialog der multinationalen Teilnehmerklassen vorangebracht. Weitere Projekte gab es zum jüdischen Friedhof, den Straßennamen im ehemaligen amerikanischen Viertel und dem Straßenbahndepot.

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